CSD Historie

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Hintergrund und Geschichte

des CSD und Cologne Pride

Quelle: KLuST e.V., Köln

Als sich am 27. Juni 1969 erstmals Homosexuelle in der Christopher Street in New York gegen staatliche Willkür und Polizeiterror auflehnten, ahnte wohl niemand, dass daraus die Geburt einer neuen Emanzipations- und Bürgerrechtsbewegung und eine weltweite politische Massenbewegung entstehen würden.

Bereits in den frühen 70er Jahren veranstaltete man in Deutschland erstmals Straßenumzüge zur Erinnerung an dieses Ereignis, seit Ende der 70er in Deutschland auch unter der Bezeichnung CSD (= Christopher Street Day). In den 80er Jahren fanden die ersten schwul-lesbischen Kundgebungen unter dem Namen „Gay Freedom Day“, rotierend in verschiedenen Städten Nordrhein-Westfalens, statt.

Als sich 1991 Köln abermals um die Ausrichtung bewarb, reifte in der Community der Gedanke, nach dem Vorbild Berlins einen „Kölner Lesben- und Schwulentag“ (daher auch die Namensgebung des Veranstalters: KLuST) alljährlich auszurichten.

Daraus entwickelte sich sehr schnell der CSD, wie wir ihn heute kennen. Denn während 1991 nur einige hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegen gesellschaftliche Diskriminierung und für die Akzeptanz ihrer Lebensform demonstrierten und nur wenige tausend Besucherinnen und Besucher den Straßenrand säumten, wuchs der CSD innerhalb weniger Jahre zu einem Großereignis an. Bereits Mitte der 90er zählte der Christopher Street Day nach Karneval und Ringfest zu den drei größten Veranstaltung in der Rheinmetropole und etablierte sich als eines der größten Events dieser Art in Europa, zu dem sich Menschen aus ganz Deutschland, aus den europäischen Staaten und aus aller Welt versammelten.

In dieser Konsequenz markiert das Jahr 2002 eine weitere wichtige Wegmarke, fand in diesem Jahr doch erstmals der EuroPride, also der gesamteuropäische CSD, in Köln statt. Dieser glänzte nicht nur durch seine hohe politische Strahlkraft und durch BesucherInnenzahlen, die selbst dem Karneval zur Ehre gereichen würden, sondern bot im Vorlauf auch ein großes Rahmenprogramm aus politischen Diskussionen, kulturellen Programmen sowie Partys und zahlreichen anderen Veranstaltungen.

Die Kraft und Energie der Kölner Szene, wie sie sich zum EuroPride 2002 offenbarte, veranlasste die Veranstalterinnen und Veranstalter, einen Schritt weiter zu gehen, den traditionellen CSD um die Facette ColognePride zu erweitern und damit ein „Dachlabel“ zu etablieren. Demnach ist der ColognePride heute das große Rahmenprogramm (über 100 Veranstaltungen 2004), welches sich über einen Zeitraum von zwei Wochen erstreckt und dessen Höhepunkt das abschließende CSD-Wochenende bildet.

Dieses Wochenende stützt sich seit einigen Jahren auf drei tragende Säulen: Die feierliche Benefiz-Gala der AIDS-Hilfe Köln im Maritim Hotel, das dreitägige Straßenfest im Herzen der Kölner Altstadt und die abschließende Parade durch die Kölner Innenstadt. Dabei ist neben dem Ausdruck der Lebensfreude und des Stolzes der TeilnehmerInnen und BesucherInnen besonders die politische Aussage, wie sie sich u.a. im Motto äußert, wichtig. Darin spiegelt sich jedes Jahr ein anderes drängendes Thema zur weiteren Verbesserung der Lebenssituation von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen in unserer Gesellschaft.

 

Nachtrag VSB:
Seit 2003 organisiert die CityProjekt-Veranstaltungs-GmbH (CPV) in Kooperation mit dem VeranstaltungsService Brumbach (VSB) das dreitägige CSD-Straßenfest in der Kölner Altstadt.

 

 

  www.colognepride.de Besucherinfos und weitere Auskünfte
zum cologne pride/ CSD in Köln samt Motto, Programm und Parade finden Sie auf der Homepage des Veranstalters KLuST e.V. unter: www.colognepride.de

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